cook islands - rarotonga
raro...
7 tage rarotonga sind vorbei und ich bin auf dem wege nach raiatea. es ist jedes mal im grunde unbefriedigend zu schreiben, weil ich immer noch so voller in-mir-weiter-arbeitender erlebnisse bin. so viele dinge werden angestossen, dem nachzugehen, aber schon kommen die nächsten unfassbaren eindrücke ...
aber die fotos wirken ja auch ...
7 tage regenzeit in rarotonga heisst zwar nicht 7 tage regenwetter - aber trotzdem hat es viel und heftig geregnet. ist aber normal für hier. daher ist die hauptreisezeit für neuseeländer, die ja mit abstand die meisten touristen stellen, im juli/august. da ist winter in neuseeland, hier aber nicht. naja etwas kühler schon, etwa 20-22 grad, auf jedenfall trockner. spannend fand ich vor allem wie unglaublich schnell sich die wolken über der insel, an den 300-650 m hohen bergen, zusammenballen. die berge sind ständig wechselnd in wolken und kurz darauf wieder frei. und kurz darauf wieder in wolken. ich hab schon früher gelesen, dass seeleute in prä-gps-zeiten auf entfernungen von 30-50 km anhand der wolkenformationen erkennen konnten, dass land in der nähe ist. so ein stück land im unfassbar riesigen ozean drumherum, und wenn es nur 65 qkm gross ist, bewirkt auch ständig riesige umwälzungen in der luft. erde, wasser, luft im ständigen miteinander - und feuer ist sowieso da, in form der starken sonneneinstrahlung und des vulkanischen untergrundes ... im grunde sitzt man auf der spitze eines 5.000 m hohen berges, denn unter dem wasser setzen sich die hänge ja fort ...


ich bekomme immer mehr ehrfurcht vor dem was diese menschen in früheren zeiten mit ihren "wakas" - ihren doppelrumpfbooten (so eine art katamaran) - geleistet haben. wenn man nachts am meer steht und das tosen des gar nicht so stillen ozeanes hört (hier allerdings erst so richtig hinter der lagunge/dem riff) und gleichzeitig absolute finsternis ist, dann ist das unvorstellbar, wie menschen hier wochenlang strecken über tausende kilometer mit kleinen booten durch meterhohe wellen, meereströmungen, haie und wale zurücklegen konnten. und dann auch noch zielsicher ankamen an einem anderen kleine "punkt" im ozean. ich kann mir das nur mit einem völligen aufgehen, mitströmen in den kräften der natur erklären, ähnliche fähigkeiten wie sie heute nur noch zugvögel, pinguine, wale, lachse und andere tiere haben. es ist jedenfalls gewaltig diese elementaren naturkräfte zu erleben und sich dann solche reisen vorzustellen. auch natürlich was diese menschen bewegt hat. nahrungssuche weil die eigene insel zu voll war ist meist die einzige erklärung der wissenschaftler. ich denke, das kann nur ein grund, und vielleicht nicht mal der entscheidende sein ...











wie auf allen diesen inseln - ja wie auf der ganzen welt - gibt es auch hier "heilige orte" - die "marae" und "ariki". laut einigen "cookies" die sich damit beschäftigen, soll es 7 gegeben haben auf rarotonga, 5 sind allerdings von regenwald überwuchert und teilweise auch an unzugänglichen stellen vergessen, das "hauptheiligtum" liegt an der alten strasse nahe des hauptortes avarua und ist noch erkennbar, aber ziemlich verfallen. deutlich besser erhalten ist das siebente, auf der anderen seite der insel, was man auf einer ziemlich steilen, unbefestigten strasse richtung berge erreicht. hier wurde eine art kulturinstitut daneben errichtet, indem veranstaltungen stattfinden - vorträge und auch vorführungen der traditionellen tänze, aber mit dem versuch dies zu erklären un auch in ihrer entwicklung zu zeigen.
immer wieder wird das kriegerisch-männliche element betont. vielleicht ist das hier auch traditionell so - immerhin wurde rarotonga erst vor wenig mehr als 200 jahren, das erste mal von europäern betreten. und ein teil von ihnen landete im kochtopf. ich bin gespannt auf raiatea, welche energien dort zu finden sind. von dort sollen ja die stämme ausgezogen sein, die nach einem längeren aufenthalt auf den cook islands, dann neuseeland eroberten - die heutigen maoris ...




das leben auf rarotonga spielt sich im wesentlichen entlang der beiden parallelen küstenstrassen (der alten und neuen) ab. im inselinneren ist vor allem dichter unzugänglicher regenwald entlang sehr steiler hänge. es gibt hier kaum wege, und wenn, dann enden sie nicht weit von der küste.
im vergleich zu aitutaki war in rarotonga unglaublich viel los - nicht nur in avarua, dem hauptort, sondern im grunde entlang der gesamten (neuen) küstenstrasse. trotzdem ist das aber - wie sich noch zeigen wird - im vergleich zu tahitis hauptstadt papeete, der einzigen echten grossstadt im südpazifik, nichts. vorher aber gehts erst mal nach raiatea, der "heiligen insel" ...